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Montag, 27. August 2012

Alles vorbei...?


Manchmal tut ganz einfach alles weh. So weh, dass man nicht weiß, ob man es noch länger aushält.
Kaum jemand hat dieses Gefühl jemals so schön in Worte und Musik gelegt wie Philipp Poisel, weshalb ich hoffe, dass euch dieses Cover von seinem Song gefällt.
"Wie soll ein Mensch" - von mir und J.

Freitag, 10. August 2012

Gute Freunde?

Manchmal, wenn mir die Decke ein wenig auf den Kopf fällt, gerate ich ins Denken. Wen kann ich jetzt anrufen, anschreiben, besuchen?
Wer ist wirklich für mich da? 
Bis zur 6. Klasse war diese Frage noch einfach. Als Mädchen hatte man immer eine beste Freundin, und die hatte gefälligst für einen da zu sein und vice versa. Bei mir hatte die beste Freundinnen Geschichte einen klaren Schnitt an dieser Stelle. Nachdem auch meine 5. beste Freundin wegzog, sitzenblieb oder die Schule wechselte war mein Herz wohl erschöpft und ich verliebte mich stattdessen. Zusammengefasst kann man wohl sagen, dass ich die folgenden 7 Jahre meine volle Energie in die Jungs steckte, denen mein Herz gehörte. Will man nur die wichtigen zählen, kommt man hier wohl auf 3. Erst zum Ende meiner 13jährigen Schulkarriere hatte ich einen Freund, der mir und sich die Möglichkeit bot, auch einen anderen Fokus legen zu können. 
Die Freundschaften, die in der letzten Schulzeit entstanden überdauern bis heute und trotz Entfernung sieht man sich regelmäßig. Diese 4 Menschen haben bei mir Narrenfreiheit, selbst wenn ich drei Jahre kein Wort von ihnen hören würde, würde ich mich melden. Bei diesen Menschen weiß ich, sie mögen mich exakt so, wie ich bin. Über Streit sind wir längst hinausgewachsen und Ansprüche aneinander sind unnötig geworden. Wenn man es schafft, sieht man sich. Wenn nicht, dann nicht. Aber man WILL immer, und das ist die Voraussetzung. Man hat immer Lust, einander zu sehen.
Das Problem an diesen Freunden bleibt trotzdem die Entfernung. Ich weiß zwar, dass ich für jeden von ihnen sofort in den Zug steigen würde, wenn etwas Wichtiges ist, und zwar ohne Zögern. Aber würden sie das Gleiche auch für mich tun? Und wissen sie, dass ich es tun würde? Ich weiß es nicht.
Wichtig ist, dass ich es wohl nie verlangen würde, dass einer von den vieren spontan zu mir nach Holland kommt um meine Tränen zu trocknen. Und stattdessen? Wein ich in mein Kissen. Der einzige Mensch, bei dem ich mich sofort ausweinen würde ist gerade "out of town" und niemals würde ich verlangen, dass er herkommt. Trotzdem frage ich mich manchmal, was wäre wenn? Wenn es mir richtig dreckig ginge, wer würde dann sofort kommen? Wer würde sich vielleicht sogar wünschen, dass ich mich melde, nur für den Fall? Ich fühle so für meine Freunde. Ich fühle mich geehrt, wenn einer von ihnen mich braucht und ich helfe immer. Und eigentlich glaube ich, dass zumindest der ein oder andere dasselbe für mich tun würde. Nur manchmal...
Manchmal, wenn mir die Decke ein wenig auf den Kopf fällt, gerate ich ins Denken. Wen kann ich jetzt anrufen, anschreiben, besuchen?
Wer ist wirklich für mich da? 

Samstag, 21. Juli 2012

Wann hab ich verlernt, wie man den Atem verliert?



Wann hab’ ich verlernt, wie man den Atem verliert
Wann hab’ ich gelernt, wie die Welt funktioniert
Wann hab’ ich vergessen, wie der Himmel aussieht
Wir sehen ihn ja nur, wenn er an verglasten Fenstern vorbeizieht
Sitzen einbetoniert von Häusermauern
Haben einleuchtende Erklärungen
Die in Büchern wohnen und die Zeit überdauern
Und für mich ist es jetzt schon zu spät
Ich hab’ bessere Geschichten eingetauscht
Gegen stichhaltige Rationalität
Ich weiß nicht mehr, warum ich nicht an Drachen glaube
Ich weiß nicht mehr, warum die Erde manchmal stillsteht
Ich weiß nicht mehr, wie ich der Sonne Strahlen raube
Und ich hab’ vergessen, wie die Wiesen wispern, wenn der Wind durchweht
Wie konnte ich vergessen, was meine Wirklichkeit war
Wie konnte ich aufgeben, wie ich die Welt in meinen Augen sah?

(aus "Wie ich groß und die Welt klein wurde" von Theresa Hahl)

Samstag, 26. Mai 2012

Gottes Werk und Teufels Beitrag?


Als ich vor etwas mehr als drei Wochen J. traf, war mir nicht bewusst, auf was für eine Suche mich diese Begegnung bringen würde. Wir waren beide bei einer gemeinsamen Freundin zu einem gemütlichen Grillabend eingeladen. Dieser stellte sich jedoch als ziemliches Besäufnis heraus: Als ich selbst rund 20 Uhr ankam, warf der Rest schon feuchtfröhlich den Grill vom Balkon und kreischte dabei lauthals die vorbeigehenden Passanten an. Zu allem Überfluss, kannte ich niemanden, abgesehen von der Gastgeberin, die allerdings auch schon ziemlich zugezwitschert war. Mein Plan, nur für ein Stündchen zu bleiben, aus reiner Höflichkeit, wurde über den Haufen geworfen als J. die Party betrat. Er feil mir direkt auf, als einziger schien er ebenso nüchtern zu sein, wie ich selbst. So war es nur selbstverständlich, dass wir uns ziemlich schnell auf dem Balkon fanden, wo man zumindest noch etwas Ruhe finden konnte. Wir sprachen über Studium und Musik, und darüber, dass wir wohl nicht lange bleiben würden. J. weil er müde war, ich, weil ich mich im Großen und Ganzen langweilte.
Er hatte am Morgen noch Schlagzeug spielen müssen, in der Kirche. 
Kirche? Oh? Ob er da öfter wäre, oder nur das eine Mal zum drummen? 
Nein, eigentlich immer. 
Er wäre also gläubig? 
Ja. 
So richtig? Mit allem drum und dran? 
Was ich denn meinen würde. 
Auch mit ohne Sex vor der Ehe? (ich bin ja ein direkter Mensch..)
Ja. 
Uff... 
Das hab ich natürlich nicht laut gesagt, sondern gedacht. Von einem Extrem ins Andere. Von volltrunkenen Partyhäschen zu biblischen Jungfrauen? Naja.. kann interessant werden, oder? Und das wurde es. Letztendlich sind J. und ich an dem Abend noch zu ihm gefahren und haben stundenlang musiziert und über Gott (und die Welt) gesprochen.
Und jetzt? Jetzt habe ich mir seine Bibel geliehen und angefangen zu lesen, nicht ganz von vorne, sondern ab Jozua. Spannend ist das! Ich bin christlich aufgewachsen, aber erstens habe ich mich so furchtbar lang gar nicht mehr mit de Glauben auseinandergesetzt, und zweitens ist J. Baptist, also protestantisch, und als Katholikin weiß ich davon herzlich wenig.
Ich bin also eingetaucht in eine kleine Reise durch den Glauben. Wohin mich diese Reise führt, ist mir gerade noch mehr als schleierhaft, aber eins weiß ich bestimmt: Der Weg tut mir gerade unglaublich gut und mit J. gemeinsam zu beten, war eins der schönsten Erlebnisse seit langem.
Ich reise also noch ein wenig weiter. Wenn ich am Ziel angekommen bin, sag ich Bescheid.

Liefs, Isa

Dienstag, 20. März 2012

Would you help me up? Would you save me, if I would fall again?


Manchmal fühle ich mich doch sehr verloren im Studentenleben. Ich denke, wie viel einfacher es doch wäre, eine abgeschlossene Ausbildung, regelmäßiges Einkommen, geregelter Tagesablauf. Versteht mich nicht falsch, ich will nicht sagen, dass das Studentenleben nichts für sich hat, diese Vorstufe zum Erwachsensein.
Dennoch denke ich manchmal, dass der Druck der "Freiheit" vielleicht der größte ist.
Nicht nur die Tatsache, dass ein einfaches Studium schon lange nicht mehr ausreicht, denn ohne Auslandspraktika und Empfehlungsschreiben, geht man nur unter in der Masse, auch der Prestige- und Finanzierungsdruck liegen manchmal auf meinen Schulter, wie drei Zentner.
Was, wenn ich niemals fertig werde? Was, wenn ich es einfach nicht schaffe? Was, wenn ich meine Schulden nicht abbezahlen kann?
Manchmal wiegt die Angst so schwer, dass man sich lieber verkriecht, bevor man den Kampf auch nur wagt anzugehen. Und dann? Wer hilft mir dann, aufzustehen?
Manchmal wünschte ich, ich hätte einen kleinen Wundertrank, der mich aufstehen lässt. Manchmal scheint es, als bin ich der einzige Mensch, dem es so ergeht. Doch vielleicht hört der Rest der Welt auch irgendwann auf, stark zu spielen, und dann wird es für uns alle ein wenig einfacher, uns gegenseitig auf zu helfen.

Donnerstag, 15. März 2012

Ikoneninspiration

Diane Keaton in Annie Hall (Der Stadtneurotiker)

Heute lass ich mich mal inspirieren aus der Vergangenheit. Nachdem ich letzte Woche zum erneuten Mal "Annie Hall" gesehen habe, bin ich wieder infiziert. Einerseits vom Woody Allen-Fieber, andererseits vom Retro-Virus. Wie ausnahmslos schön waren die Frauen in den Klassikern der Filmgeschichte - und wie willkürlich sahen sie dabei aus. Kein Schnickschnack, tonnenweise Make-up und keine Ernährungsberatung und Schönheits-OP. Pure Beauty.
Für Romy Schneider reichte ein kokettes Kopftuch, ein auffälliger Lidstrich und eine Zigarette, nonchalant zwischen die Lippen gepresst. Audrey Hepburn überzeugt in "Breakfast at Tiffany's" sogar noch mit putzfrauenmäßigem Turban und Schlabberpulli. Diane Keaton schmiss sich in Männerklamotte und spielte herrlich unschuldig, neurotisch.
Wie konnten diese Frauen mit so wenig überzeugen? Ich tippe mal auf unsere gute, alte Schwester AUSSTRAHLUNG. Und was können wir uns bei diesen Ikonen abgucken? Das weniger manchmal mehr ist und ein Funkeln in den Augen nicht erschminkt werden kann.

Audrey Hepburn in Breakfast at Tiffany's
Woody Allen und Mia Farrow in Bananas
Paula Prentiss in What's New Pussycat
Catherine Zeta Jones in Chicago
Romy Schneider
Humphrey Bogart und Ingrid Bergman in Casablanca

Freitag, 20. Januar 2012

Before I die




























Die Idee "Before I die" stammt von der Künstlerin Candy Chang und wurde von ihr in New Orleans gestartet. Sie verwandelte die Seite eines heruntergekommenen Hauses in eine riese Tafel, auf die jeder Passant schreiben konnte, was er/sie noch tun möchte bis zum Tod.

Ich finde die Idee wundervoll und mich hat das Projekt nachdenklich gemacht. Was will ich auf jeden Fall noch tun, bis ich sterbe? Mir spukt direkt eine Menge im Kopf herum, aber was ist mir wirklich wichtig? Hier habt ihr mein Resultat.

Dinge, die ich noch tun möchte, bevor ich sterbe:

- allen Menschen, die immer für mich da sind, sagen, wie lieb ich sie habe
- etwas finden, woran ich glauben kann
- Altlasten beseitigen
- mich selbst finden


Die Fotos stammen übrigens von hier.




Donnerstag, 29. Dezember 2011

Eine Kindergeschichte






Es war einmal ein Baum. Es war ein schöner, großer, starker Baum, mitten im Wald. Um ihn herum standen kleinere, mittlere und ebenso große Bäume, doch keiner war so schön, wie der Baum.
Die anderen Bäume dachten, dass nichts diesem großen, starken Baum etwas anhaben könnte. Und wirklich, er überstand jeden Regen, jeden Sturm, jedes Unwetter und trotzte äußeren Einflüssen.
Die anderen Bäume wurden argwöhnisch und neidisch. Sie begannen dem Baum Sticheleien zuzurufen. Wenn sie dachte, er höre nicht zu, tauschten sie kleine Gemeinheiten aus.
„Sieh nur,  sein Stamm ist ein wenig krumm.“ „Um die Mitte rum ist er aber runzlig geworden, oder?“
Der große Baum konnte nichts erwidern, nichts sagen, aber er hörte alles. Hörte genau, was die anderen Bäume sagten.
Und nach und nach wurde er immer kleiner. Zuerst konnte man nichts davon sehen. Er leuchtete weiter stark und schön nach außen. Nichts schien ihn zu erreichen. Doch von innen schrumpfte der große Baum weiter.
Da keiner der anderen Bäume sah, wie schwach der große Baum wirklich war, machten sie weiter mit ihren Sticheleien und Gemeinheiten. Sie redeten den großen Baum kleiner und kleiner und bald schrumpfte er auch von außen.
Obwohl der Baum an Größe und Stärke verlor, sahen die anderen Bäume nichts davon. Für sie blieb er weiter der große, starke Baum und niemand nahm wahr, wie winzig er nach und nach geworden war.
Irgendwann war der große Baum so klein geworden, dass man ihn mit dem bloßen Auge gar nicht mehr sehen konnte. Und nach und nach begannen die anderen Bäume sich zu fragen: „Wo ist eigentlich der große, starke Baum geblieben?“
Und als sie sahen, dass er nicht mehr da war, merkten sie,  wie er ihnen fehlte. Es hatte sie sich stark fühlen lassen, ihn neben sich zu wissen,
Jetzt blieben ihnen nur noch sie selbst.

Neustart: Les choses de ma vie














Meine lieben Leser,
passend zum neuen Jahr möchte ich einen Neustart wagen. Seit anderthalb Jahren blogge ich jetzt unter dem Titel "LiLaMode". Bei der Entstehung des blogs im Sommer 2010 hatte ich noch keine Ahnung, wo ich genau hinwill. Damals wollte ich meine Outfits posten und es für andere leichter gestalten, sich die Stücke, die ihnen gefallen, selbst zu besorgen. Mittlerweile ist das anders. Ich habe mich weiterentwickelt, oder einfach verändert und auch meine Interessen sind anders geworden. Ich liebe Mode noch immer, aber habe immer öfter das Gefühl, auch etwas zu sagen zu haben.
Bei meinem alten blogtitel hatte ich oft das Gefühl, meine Gedanken hätten in diese Rubrik eigentlich gar keinen richtigen Platz. Der Neustart soll also auch Veränderung für die Inhalte hier bringen. Mode bleibt ein Thema, aber eben nur eins.
Sicherlich hat auch mein diesjähriger Auslandsaufenthalt in Ecuador dazu beigetragen, dass ich "Die Dinge meines Lebens" ein wenig anders betrachte als zuvor. Ich will auch gar nicht den Zeigefinger erheben und sagen: Liebe Leute, es gibt ja auch noch mehr als Mode, nein. Ich möchte lediglich sagen, dass ich gerade ganz ganz viel zu sagen habe, und das möchte ich gern tun können, wenn es denn hier jemanden gibt, der mir gerne zuhört (-liest).
Vielleicht werde ich auf kurz oder lang den blog auch auf eine andere domain verlegen, vorerst bleibt er jedoch mit anderem Namen einfach hier.
Liefs, eure Isa

Dienstag, 14. Juni 2011

Let's waste some time



...verschwende deine Zeit! Und warum auch nicht? Würde ich wirklich jeden Tag meines Lebens so leben, als wenn es der letzte wäre, hätte ich ein verdammt stressiges Leben. Man stelle sich das bloß einmal vor, jeden Tag Frühstück ans Bett, Bungeejumping, zwischendurch nochmal schnell nach Stockholm zum Shoppen gejetsetted um abends im Eiffelturm ein 4 Gänge Menü zu verspeisen - natürlich mit dem unglaublich aufregenden Italiener, den man im Flughafen kennengelernt hat. Die ganze Nacht Sternschnuppen gezählt und unendlich lang geredet. Zum Einschlafen gibt's die längste Massage ever und ein Glas teuersten Rotwein. Klingt ja nicht schlecht, aber auf die Dauer wohl etwas anstrengend - abgesehen davon wäre ich nach spätestens einer Woche komplett pleite.
Dann verschwende ich meine Zeit lieber, verträume den halben Tag nur um dann am späten Nachmittag ein paar Serien zu schauen, Pizza zu bestellen und später die halbe Nacht mit Freunden, Rotwein und Zigaretten zu verquatschen.
Versteht dies also als Aufruf: Verschwendet eure Zeit, und zwar ordentlich!

Montag, 13. Juni 2011

Dear 16-year-old me



Ich predige schon seit einiger Zeit die Sonnencreme, merke aber nicht nur bei 16jährigen, sondern auch bei 25jährigen, dass die Menschen nicht hören wollen.
Ein Sonnenbrand sieht nicht nur beschissen aus, er ist auch verdammt gefährlich.
Da ich weiß, dass viele Bloggermädchen rund 16 Jahre alt sind, poste ich dieses Video hier. Und ich hoffe es erreicht einige von euch. Und ihr verbreitet es vielleicht sogar.
Nehmt Sonnenbrand nicht auf die leichte Schulter.

Liefs, Isa

Freitag, 3. Juni 2011

Möchten Sie den Loveseat?

Kino ist toll.
Wie Abtauchen in eine andere Welt.
Sobald im Kino das Licht ausgeht, vergisst man wo man ist, vergisst man alle Gedanken, alle vermeintlichen Sorgen.
Man taucht ein in diese bunte, schnelle Welt.
Muss nicht mehr nachdenken. Über sich selbst. Sein Leben.

Man muss sich zum Beispiel nicht fragen, ob man lieber einsam oder zweisam durch Leben wandern möchte.
To be a single is pathetic, isn't it?
Desto älter man wird, desto häufiger kommen die Blicke.
Die Blicke, die mitleidig sagen: Immernoch niemand gefunden?
Die Blicke die dir heimlich zuflüstern, dass deine Ansprüche zu hoch sind. Dass du vielleicht nicht gut genug bist.

Und wenn du jemanden findest, in dieser Lebensphase, in der sich jeden Tag dein Lebensweg ein wenig verschiebt, dann stehst du da.
Eigentlich wolltest du doch mit Kindern in Ruanda eine Schule bauen und in Thailand ein Souvenirgeschäft eröffnen. Und jetzt klebt dir ein Partner an der Backe, hängt an deinem Rockzipfel.
Du muss nicht nur auf Familie und Freunde Rücksicht nehmen, bei den Wegen die du einschlägst.
Nein.
Da ist auch noch ein Mensch, der von dir verlangt, dass du ihn miteinbeziehst in deinen Plan.
Der gleichzeitig aber selbst eine Cocktailbar in Aruba eröffnen möchte.
Na Bravo, wer soll denn da eine Entscheidung treffen?
Manchmal fühlt es sich an wie die Wahl zwischen Pest und Cholera.

Aber irgendwann wird jemand vor dir stehen.

Und dann bleibt nur die Frage: Loveseat oder nicht?

Freitag, 20. Mai 2011

In meinem Traum steh ich am Meer


Hallo ihr Lieben,
fühle mich wie an einer Weggabelung, ich weiß bloß nicht genau, welche Richtung ich einschlagen soll. Aber dort zu stehen, macht mir gerade Freude... es ist ungewiss, was welcher Weg mit sich bringt.
Ein wenig fühl ich mich noch wie unter Wasser. Noch kann ich entscheiden, wohin ich gehe, wenn ich auftauche. Eine kurze Zeit bleib ich noch wie in Watte gehüllt.
Bald muss ich raus, die Luft wird knapp hier unten.
Noch ein bisschen länger, bitte.
Ich komm ja gleich.
Liefs, Isa




 *some more pictures from my photoshoot - all by Eckart Schönlau

Dienstag, 10. Mai 2011

...wenn dir auf einmal alles zu viel wird...


Kennt ihr das? Wenn ihr das Gefühl habt, über euch bricht die Decke zusammen? Ach was frag ich noch.. natürlich kennt ihr das. Jeder kennt es. Streit mit einem Bekannten, eine Freundschaft geht auseinander, jemand lässt einen hängen, man versinkt in Arbeit und an Erholung ist gar nicht zu denken.
Durchatmen. Das wär grad schön.
Aber keine Zeit für solche Kleinigkeiten. Durchatmen. Pah. Auf eine Katastrophe folgt die nächste. Auf eine Enttäuschung eine andere. Und zwischendurch geht auch noch alles schief, was schief gehen kann.
Und immer wieder probiert man sich einzureden, dass alles gut wird, nur was, wenn das nicht passiert?
Liegenbleiben?
Nein. Du musst wieder aufstehen. Weitermachen.
Also, ran an den Speck!


Das Outfit ist inspiriert durch diesen post - hoffe ihr erkennt es wieder.

Liefs, isa

*the outfit above is inspired by a recent polyvore collage of mine - maybe you recognize it? if not, you have to read my blog more often ;)

Montag, 9. Mai 2011

Selbstbewusstsein

Es ist wirklich ganz unglaublich einfach, Selbstbewusstsein vorzutäuschen. Ich tue das jedes Mal, wenn jemand es für nötig hält mir zu erzählen, wie hässlich er meine neue Sonnenbrille, Hose oder Tasche findet. Es ist nicht so, als würde das täglich passieren und normalerweise gibt es auch immer Menschen, die das Gegenteil sagen, die gerade diese Brille, Hose oder Tasche großartig finden. Hängen bleibt trotzdem das Negative. Und damit auch die Frage nach dem "Warum"?
Vielleicht spukt dem ein oder anderen folgendes Sprichwort im Kopf herum:
"Ein guter Freund sagt es dir, wenn dein Gesicht schmutzig ist."
Ja, wenn dein Gesicht schmutzig ist, nicht wenn dieses ganze besondere Stück, was du dir gerade gekauft hast, nicht seinem oder ihrem Geschmack entspricht. Es hat für denjenige, der das neue Stück am Körper trägt wirklich gar keinen Mehrwert, von einem Freund zu hören, dass er oder sie es hässlich findet, denn sehen wir den Tatsachen ins Auge: Man hat es sich ja gekauft, weil es einem selbst gefällt und nicht einem beliebigen Freund. Warum also diese gut gemeinten Kommentare?
Vielleicht sollte sich der ein oder andere da draußen lieber Folgendes zu Herzen nehmen:
"Wenn man nichts Gutes zu sagen hat, soll man lieber gar nichts sagen."
Ob mir das selbst immer gelingt, wage ich zu bezweifeln, aber unnötig jemandem, der vor Freude strahlt, zu erzählen, dass ich sein neues Kleid hässlich finde, das kann ich weder nachvollziehen noch würde ich es tun. Warum auch? Weil ich denke, mit meinem Geschmack so richtig zu liegen, dass ich den anderen vor einer Modesünde bewahren muss? Arrogant. Unnötig.
Aber in solchen Momenten Selbstbewusstsein vorzutäuschen ist ein Kinderspiel. Ein einfaches, leicht schnippisches "Mir gefällt's" ist genug, den anderen wissen zu lassen, wie wenig uns sein Urteil bedeutet. Und damit haben wir im schlimmsten Fall sogar noch unseren Gegenüber verletzt. Doch das ist immernoch besser, als ehrlich zu zeigen, wie verletzend diese Aussage auf uns wirkt.
Den einzigen Schluss, den wir aus solchen Begegnungen ziehen, ist, dass wir selbst nie so werden wollen. Und dann werden wirs doch. Und wenn uns jemand drauf anspricht kotzen wir ihm ins Gesicht mit den Worten: "Ich bin doch nur ehrlich."

Samstag, 7. Mai 2011

Was noch?

Was willst du denn noch von mir?
Was noch?
Muss ich kichern, wie die andern?
Mein Haar kunstvoll über die Schulter werfen und dabei mit gewinnendem Lächeln den Raum beherrschen?
Muss ich dümmliche Fragen stellen, damit du sie mir heldenhaft beantworten kannst?

So bin ich nicht. Nie gewesen. Aber das wusstest du doch?
Ich bin ich. Ist das denn zu wenig zum Verlieben?

Hier. Da hast du mein Herz. Ich schmeiß es dir vor die Füße.
Nimmst du es?
Hebst es auf?
Brichst es?

Tu was du willst.

Ich will, ich kann nicht länger so tun, als wär es nicht da.
Das Kribbeln, das bei jeder Begegnung, jedem deiner Blicke durch meinen Körper prickelt. Mich fest hält, sodass ich kaum atmen kann. Es drückt mir die Kehle zu und öffnet mein Herz, lässt alles herausflattern, bis ich beinah zu zerbersten droh.
Der Schmerz in der Brust, wenn ich dich sehe. Wenn wir wieder Abschied nehmen, so, als wären wir vielleicht Freunde, gute Bekannte.

Dabei weißt du doch, was zwischen uns ist. Du hast es doch auch gefühlt.
Oder?

Zwei Herzen die suchten, fanden. Sie hielten sich fest, für einen Augenblick.
Doch sie konnten nicht zusammen bleiben.
Zu viel, was sie auseinandertrieb.

Doch müssen sie deshalb verleugnen, was da ist?

Hier, nimm mein Herz. Es verleugnet nichts, ist ehrlich.
Und deins?


Mittwoch, 9. März 2011

black swan


Karneval liegt hinter uns. Was ich an Karneval mag ist das Verkleiden. Dass man jemand anders sein kann. Sich maskiert.
Was ich auch an Karneval mag ist, dass man Menschen trifft, die man lange nicht gesehen hat. Menschen, die man gern wiedersieht.
Was ich nicht an Karneval mag ist die Musik. Und, dass man auch Leute trifft, die man gar nicht so gern wiedersehen möchte.
Dieses Jahr war ich einmal Black Swan und einem White Swan. Zwei Seiten einer Münze. Verkleiden ist schön.

*my blck and white swan costume for carnival: we made the costumes with two petticoats for only 10€ each and then fixed a feather boa with safety pins around the skirt. i wore some feather lashes as well and a crown from the carnivalsstore - very simple, isn't it?

Dienstag, 8. März 2011

Demut

Manche Begriffe verschwinden aus unserem Sprachgebrauch. Es passiert ganz langsam und schleichend und desto weniger wir sie ausprechen, desto mehr verschwinden sie auch aus unserem Leben.
Demut.
Aus dem Althochdeutschen von diomuot. Die Tugend, die aus dem Bewusstsein unendlichen Zurückbleibens hinter der erstrebten Vollkommenheit entsteht.
Demut.
Der Demütige erkennt und akzeptiert aus freien Stücken, dass es etwas für ihn Unerreichbares, Höheres gibt.
Demut
Wer ist heute schon noch demuetig?
In Zeiten von: Machs dir selbst! und Geh deinen Weg! glaubt jeder unter uns, alles erreichen zu können. Frei nach dem Motto: Everything's possible.
Demut.
Wenn ich alles sein kann, was ich will, muss ich keine Demut zeigen, muss ich nicht akzeptieren, dass es Größeres als mich gibt.
Demut
Demütige Menschen gehen gebeugt, neigen ihr Haupt. Sich verbeugen ist altmodisch, obwohl es bei gegenseitigem Ausführen eigentlich nur eins zeigt: Respekt. Vielleicht Anerkennung.
Demut.
Manchmal geht Demut gepaart mit Ehrfurcht. Der Furcht vor etwas Größerem. Doch wovor haben wir noch Angst? Wir sind die Größten. Das Größte. Angst muessen wir nur vor Unseresgleichen haben. Vor den Menschen, die größer sind, mehr Macht haben. Doch erfürchtig vor ihnen? Nein.
Demut.
Früher waren Menschen demütig vor ihren Eltern. Vor den Menschen, die Ihnen das Leben geschenkt hatten. Und wenn wir vor jemandem demütig sein sollten, dann doch wohl vor diesen Menschen, oder?

Sonntag, 20. Februar 2011

Hasskommentare

Bei  AllFashionBlogs wurde dieses Thema gerade aufgegriffen: Leider gibt es immer wieder Menschen, die auf (vor allem bekannteren) Blogs gemeine, teils hasserfüllte Kommentare hinterlassen. Diese scheinen meist keinen Sinn zu haben, außer dem, den Blogger zu verletzten. Versteht mich nicht falsch, es geht hier nicht um ernstgemeinte, konstruktive Kritik, sondern um Beschimpfungen, die gerne in die Richtung "Du bist dick, dumm und hässlich" gehen.

Marie hat hierzu auf ihrem Blog gepostet und dazu unter anderem die folgende Antwort bekommen:

Anonym hat gesagt:
"da man ja wie du selbst schreibst auch anonym antworten kann kann ich  ja auch mal meine meinung dazu schreiben. ja ich gehöre zu den leuten  die ab und an mal solche kommentare machen. warum weiß ich nicht, es  schafft mir ne art befriedigung aber irgendwie auch nicht. keine ahnung.  es ist einfach so das blogs zeigen was viele von uns sowieso schon  immer dachten. dass das leben scheiße ungerecht ist. nehmen wir dich mal  als beispiel, nich weil ich dich nicht mag sondern weil du den eintrag  geschrieben hast. du bist schön, gut in der schule, beliebt, hast kohle  ohne ende, hammer fotos und viele schöne sachen. und als wär das alles  noch nich genug bist du auch super erfolgreich mit deinem blog. du hast  mit 15 schon ein besseres leben als manche von uns je haben werden. und  irgendwann platzt einem halt der kragen wenn man sieht das dein ohnehin  perfektes leben noch perfekter wird und sich bei uns nix ändert! wir  hocken weiterhin schwabbelig vorm pc ohne grossartigen sinn, ohne  beliebt, schön, reich zu sein. ohne erfolg. ich würde also sagen ja es  ist eine mischung aus neid und frust."

Diesen Eintrag zu lesen, hat mich ganz schön zum Nachdenken gebracht. Gibt es viele Leser denen es so geht? Ich habe selbst zwar keinen großen Blog und dementsprechend noch keinen Hasskommentar gehabt. Und im Gegensatz zu anderen Bloggerinnen bin ich nicht spindeldürr, makellos und reich. Trotzdem habe ich mir Gedanken gemacht. Gibt es auch auf meinem Blog Leser, die sich dermaßen klein fühlen, wenn sie meinen Blog lesen?
Ich hoffe, dass dem nicht so ist, denn mir persönlich geht es bei diesem Blog nicht um das "sich profilieren, sondern um das "sich mitteilen". Dies tue ich einerseits durch meinen Stil, andererseits durch Texte, und gerade deshalb freue ich mich über jeden Kommentar, den ihr schreibt, denn ich möchte mit euch teilen. Vielleicht handelt es sich bei obigem Kommentar auch um eine Einzelmeinung; falls jedoch nicht, finde ich das wirklich sehr schade, dass Menschen so empfinden. Ich kann dann sogar nachvollziehen, wenn jemand wütend wird. Doch Hasskommentare halte ich deshalb trotzdem nicht für den richtigen Weg, seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen..
Das Beste wäre wohl, keine Blogs mehr zu lesen, oder aber das Ganze einmal zu relativieren:

Die meisten Blogs sind doch genau wie Fotoalben. In Fotoalben finden sich nur Aufnahmen von fröhlichen Momenten, von den Highlights unseres Lebens - denn wer macht schon Fotos von sich, wenn es ihm schlecht geht? Und auch die meisten Blogger posten Erfolge, ihre guten Momentaufnahmen, ihre schönsten Fotos, am besten bearbeitet. Denn ein Foto, auf dem ich weinend auf meinem Bett sitze, mit laufender Nase, ungeschminkt und Pickel am Kinn, will ich doch gar nicht haben oder geschweige denn zeigen - ihr etwa? :)
Und genau so perfekt, wie ihr auf all euren Fotos seid, sind Blogger auf ihren Blogs. Mit dem echten Leben hat das meist wenig zu tun.

Bin gespannt auf eure Meinungen zum Thema! (ab jetzt auch anonym möglich!)

Liefs, Isa


PS: Vielleicht kann man sich als Maßstab dafür, was konstruktive Kritik und was Hasskommentare unterscheidet, einfach mal ueberlegen, ob man den Kommentar, den man gerade getippt hat, wohl auch zu jemandem sagen würde, wenn dieser einem gegenüber stünde. Und als Zweites, wie man selbst auf einen solchen Kommentar reagieren würde, im real life. Denn auf manch eine Kritik, ist es leider unmöglich konstruktiv zu reagieren. Oder habt ihr schonmal zu jemandem, der euch Schl*** genannt hat gesagt: "Oh, danke, dass du deine Meinung sagst. Ja, du hast recht, vielleicht bin ich wirklich eine - und danke, dass du so offen warst." ;)

Sonntag, 6. Februar 2011

h&m conscious collection

H&M wirft mit Kollektionen nur so um sich. Im April kommt die Conscious Collection raus, im Internet und den Geschäften. Ähnlich wie in der Garden Collection geht auch hier um Recycling: Die Materialien sind vorwiegend Biobaumwolle und recyceltes Polyester (aus PET Flaschen zum Beispiel).
Mir gefällt die Kollektion, trotzdem werde ich bei solchen Aktionen den Gedanken nicht los, dass es gar nicht mehr um die Umwelt geht, sondern darum, dass Bio chic ist. Versteht mich nicht falsch, mir ist lieber alle achten jetzt auf die Umwelt weil das ein Trend ist, als sie tuns gar nicht.
Bloß kommt mir immer gleich dieses "Man soll Gutes tun weil man es will und nicht um dabei gesehen zu werden." in den Sinn. Wie wenn ich einem Bettler nur Geld gebe, um meine Freundin zu beeindrucken.
Designtechnisch gefällt mir die Kollektion sehr, hier meine Lieblingsteile:


Ihr habt Blut geleckt?
Hier findet ihr die komplette Preisliste.

*the new h&m collection coming out in April this year - it's following up the garden collection - the question is: is it recycled because h&m is responsible or because recycling is kind a trend ?