Sonntag, 7. August 2011

Über den Wolken...

So, hier die Fortsetzung zu meinem letzten Post über meine Hinreise nach Quito in Ecuador.
Nachdem ich mich von meinem Schutzengel W. verabschiedet hatte, blieben mir noch 5 Stunden im Flughafen in Atalnta. Dazu muss ich noch kurz erwähnen, dass es schon ein irres Gefühl war, so plötzlich in Amerika zu sein. Die Begrüßung durchs Sicherheitspersonal war allerdings nicht besonders herzlich, bulldoggenhafte, grummelig verzerrte Gesichter begrüßten einen. Die Leute taten mir fast Leid, denn wie anstrengend muss ein Leben sein, wenn man immer bloß misstrauisch ist.
Leid tat mir auch die vermummte Familie am Sicherheitscheck. Ich bezweifle ja fast, dass die ihr Reiseziel jemals erreichen..
Die Zeit in Atlanta vertrieb ich mir mit Bummeln durch den Flughafen und einer reichhaltigen Mahlzeit bei McDonalds. Da ich noch so viel Zeit übrig hatte und ich mich im Duty-Free Shop bereits heimlich komplett neu geschminkt und parfümiert hatte, dachte ich: Zeit für Wein. Hab mich also an eine gesellige runde Bar gesetzt und genüsslich einen Merlot mit dazu einer Portion unglaublich köstlicher Oliven verschnabuliert.
Auf zum Gate.
Und hier änderte sich die Atmosphäre schlagartig. Statt der muffigen Amerikaner fand ich mich jetzt umgeben von freundlich schauenden Ecuadorianern. Sie nickten mir teils sogar zu, als wollten sie sagen: Schön, dass du mal bei uns vorbeischaust. Hier fiel mir auch wieder ein, wie sehr das Land doch durch seine Indigokultur geprägt ist: Gastfreundschaft und Gemeinschaft sind höchstes Gut.
Wieder ging es durch einen Sicherheitscheck und ab ins Flugzeug. Dort hieß es erstmal warten auf den Piloten, der hatte sich verspätet, was mein Vertrauen in diesen Flug nicht wirklich steigerte. Über die Landung über Quito hatte ich schon Horrorgeschichten gehört: Das Flugzeug fliegt nur wenige Meter über den Dächern der Stadt, die Landebahn ist eigentlich viel zu kurz, manche Fluggesellschaften fliegen den Flughafen mitten in der Stadt gar nicht mehr an und und und
Ich muss aber sagen, dass davon wirklich... alles wahr ist! Den größten Teil des Fluges hatte ich ja verschlafen, da das langweilige, amerikanische Ehepaar mich nicht wirklich davon abhielt (der arme Mann probierte immer wieder mit seiner Frau über sein altenglisches, historisches Buch zu sprechen, doch sie war leider tief in ihren Schnepfenroman vertieft..). Als das Flugzeug jedoch zur Landung ansetzte, war an Schlafen nicht mehr zu denken.
Wir befanden uns wirklich mitten über den Dächern der Stadt und es ruckelte und wuckelte wo es nur konnte. Zeitweise dachte ich aber auch, das Flugzeug ist stehengeblieben und fällt jetzt - plumps - auf die Erde runter. Irgendwie schaffte der Pilot es noch, die Maschine zu landen und legte dabei eine Vollbremsung hin. Heidewitzka! Bin ich froh, dass ich noch lebe!

Kommentare:

C’est la vie hat gesagt…

Viel Spaß dort :)
http://smalltownanna.blogspot.com/

Bouquet de Fleurs hat gesagt…

sehr schöne Zusammenfassung ;)
Ich geh auch gern zum Duty Free shop wenn ich am Flughafen warten muss. Finde es immer so schön, mir alles anzuschauen ;)

http://www.bouquet-defleurs.blogspot.com/

Natalie hat gesagt…

Und vermisst du Deutschland schon???
Also für mich wäre so ein Flug nichts, ich hab nämlich extreme Flugangst und denke schon beim kleinsten geruckel das Flugzeug stürzt ab :)

Natalie hat gesagt…

Was ist denn ein hater?
Ach das waren welche in KK in so einem Thread. Da haben sie sich über sämtliche Leute lustig gemacht und deren Bilder ins Internet gestellt. Eine sogar in Facebook.